{"id":1031,"date":"2017-04-04T11:51:48","date_gmt":"2017-04-04T09:51:48","guid":{"rendered":"https:\/\/meet2respect.de\/?p=1031"},"modified":"2017-04-04T11:51:48","modified_gmt":"2017-04-04T09:51:48","slug":"herausforderung-dialog-und-respekt-islam-meets-lgbti-in-der-khadija-moschee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rmlsbti.ohne-unterschiede.de\/?p=1031","title":{"rendered":"Herausforderung Dialog und Respekt &#8211; Islam meets LGBTI in der Khadija-Moschee"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t[vc_row][vc_column][vc_column_text]<img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1035\" src=\"http:\/\/{{SHIPPER_DOMAIN}}\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/04\/IMG_5705.jpg\" alt=\"IMG_5705\" width=\"821\" height=\"547\" \/><\/p>\n<p>Im M\u00e4rz fand die vierte Begegnung im Rahmen unserer muslimisch-schwul-lesbischen Dialogreihe statt. Eine Gruppe von etwa zehn schwulen und lesbischen F\u00fchrungskr\u00e4ften war zu Gast in der Khadija-Moschee in Berlin-Heinersdorf, einer Gemeinde, die zur Ahmadiyya-Gemeinschaft in Deutschland geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Imam der Gemeinde, Said Ahmed Arif, zeigte sich auf unsere Anfrage hin sofort gespr\u00e4chsbereit und offen f\u00fcr den Besuch der Gruppe. Die Gemeinde hat Erfahrung in schwieriger Dialogarbeit. Der Bau der Moschee in Heinersdorf\u00a0 hat in den Jahren 2006-2008 f\u00fcr heftigen Protest unter der lokalen Bev\u00f6lkerung gesorgt. Inzwischen haben die Anwohner*innen ihren Frieden mit der Moschee geschlossen, was u.a. auf zahlreiche Dialogangebote und Tage der Offenen T\u00fcr seitens der Gemeinde zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Beim Besuch der schwulen und lesbischen F\u00fchrungskr\u00e4fte versteckten sich die Gemeindemitglieder dann auch nicht, sondern etwa zehn m\u00e4nnliche Gemeindemitglieder &#8211; die meisten von ihnen Studenten &#8211; waren bereit, mit den G\u00e4sten ins Gespr\u00e4ch zu gehen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst verorteten sich alle Teilnehmer*innen zu den beiden Fragen, wie es um die Akzeptanz von einerseits Homosexuellen unter Muslim*innen stehe und andererseits, inwieweit Muslim*innen in der Gesamtgesellschaft akzeptiert werden. Hierbei war zun\u00e4chst einmal eine Gemeinsamkeit festzustellen: Beide Gruppen haben in der Gesellschaft einen Minderheitenstatus inne und werden h\u00e4ufig mit Vorurteilen belegt und in ihren Identit\u00e4ten nicht vollst\u00e4ndig respektiert.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sprachen die muslimischen Gemeinde-Vertreter*innen offen aus, dass das Ausleben von Homosexualit\u00e4t mit ihrer Art, den Islam zu praktizieren, nicht vereinbar sei. Hier trafen in der Diskussion tats\u00e4chlich unterschiedliche Weltanschauungen aufeinander, religi\u00f6se \u00dcberzeugungen auf naturwissenschaftliche Denkweisen. Aber es gab auch Gelegenheit, Fragen zu stellen, Eindr\u00fccke auszutauschen und Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die eigenen Haltungen zu liefern.<\/p>\n<p>Imam Said Arif betonte, dass die Ahmadiyya-Mitglieder ihre Lebensweise niemanden aufzwingen wollen. Selbstverst\u00e4ndlich werde die individuelle Freiheit respektiert und jedem Menschen mit Mitgef\u00fchl und G\u00fcte gegen\u00fcbergetreten. Obwohl die Positionen weit auseinander gingen, blieb die Gespr\u00e4chsatmosph\u00e4re respektvoll und ein gemeinsames Abendessen rundete den Gespr\u00e4chsabend ab.<\/p>\n<p>Wir danken Imam Said Arif sowie den beteiligten Gemeindemitgliedern der Khadija-Moschee f\u00fcr die Gastfreundschaft und Dialogbereitschaft sowie den teilnehmenden schwulen und lesbischen F\u00fchrungskr\u00e4ften f\u00fcr ihr Engagement im Dialog.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8221;16px&#8221;][vc_gallery interval=&#8221;3&#8243; images=&#8221;1032,1034,1036,1037&#8243; img_size=&#8221;large&#8221; onclick=&#8221;&#8221;][\/vc_column][\/vc_row]\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\t\t\t\tIm M\u00e4rz fand die vierte Begegnung im Rahmen unserer muslimisch-schwul-lesbischen Dialogreihe statt. 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